Sonntag, 5. Februar 2012

Sibylle Laurischk Familienpolitik

Familienpolitik

Bereits wenn es darum geht was unter dem Begriff "Familie" zu verstehen ist wird die Diskussion hoch politisch. Wir Liberale sagen Familie in der modernen Gesellschaft ist jede auf Dauer angelegte Verantwortungsgemeinschaft, in der Menschen generationsübergreifend füreinander einstehen und dauerhaft Verantwortung übernehmen. Oder einfacher: Familie ist dort, wo Kinder sind. Eine zeitgemäße Familienpolitik darf sich nicht am traditionellen Familienbild das davon ausgeht eine Familie bestünde aus Kinder und deren verheirateten Eltern von denen der Vater der Erwerbs- die Mutter der Familienarbeit nachgeht. Dieses Bild ist veraltet und trifft auf immer weniger Familien zu. In den letzten Jahrzehnten hat sich in der Gesellschaft eine Vielfalt von Lebensformen entwickelt, die der Staat in Form von familien- und kinderfreundlichen Rahmenbedingungen durch eine familienfreundliche Kultur und Infrastruktur sowie eine familiengerechte Arbeitswelt berücksichtigen muss.

 

Um den geänderten Familienrealitäten gerecht zu werden, muss die Politik die Möglichkeiten verbessern, wie Familien- und Erwerbsarbeit vereint werden kann. Zum Beispiel durch bessere Betreuungsangebote für Kinder. Hierfür verfolgt die Bundesregierung einen Fahrplan, nachdem bis 2013 bundesweit für jedes dritte Kind unter drei  Jahren einen Betreuungsplatz bereitgehalten werden soll. Bereits bis 2010 wurde eine deutliche Steigerung auf 23 Betreuungsplätze pro hundert Kinder unter drei erreicht - gerade in den alten Ländern muss die Dynamik aber noch weiter zunehmen.

 

Um individuelle Abwägungen zwischen Familien- und Erwerbsarbeit zuzulassen, ist es aber auch notwendig, dass der Arbeitsmarkt tradierte Vorstellung von Berufstätigkeit abseits von Familienverantwortung überwindet. Immer mehr junge Frauen erreichen einen hohen Bildungsgrad, den sie auch beruflich nutzen wollen. Dieses Streben muss mit dem Wunsch nach Familie vereinbar sein. Zudem wünschen sich immer mehr Männer eine aktivere Vaterrolle mit der Erwerbsarbeit zu vereinen. Hierfür müssen zum Beispiel Wege eröffnet werden, Führungspositionen auch in Teilzeit ausfüllen zu können.

 

Aufgrund der veränderten Familienrealitäten müssen Steuer- und Sozialsysteme an die veränderte Bedeutung der Institution Ehe angepasst werden. Für die monetäre förderung von Familien hat die schwarz-gelbe Bundesregierung die Kinderfreibeträge und das Kindergeld erhöht. Damit wurden Familien bereits um 4,6 Milliarden Euro entlastet. Zudem wurde die Erbschaftsbesteuerung für Geschwister, Nichten und Neffen abgesenkt.

 

Selbstverständlich gehören zu Familien, den "generationenübergreifenden Verantwortungsgemeinschaften", auch Senioren. Durch eine zunehmende räumliche Flexibilität, haben immer weniger Familien die Möglichkeit, dass Kinderbetreuung von Großeltern wahrgenommen wird oder deren Pflege durch die eigenen Kinder übernommen werden kann. Für diesen Fall müssen mehr Angebote verschiedener Wohnformen für das Alter geschaffen werden, um der Einsamkeit vorzubeugen und Pflege neu zu organisieren. Für die häusliche Pflege muss gelten, dass das Streben nach einer Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch die Vereinbarkeit von Beruf und Pflegeaufgaben bedeutet.

Alleinerziehende


Die Alleinerziehenden meistern besondere Herausforderungen in unserer Gesellschaft. Die FDP-Bundestagsfraktion hat hierzu ein Positionspapier geschrieben.



Kinderschutz

Der Kinderschutz ist ein hochemotionales Thema, welches nach schlimmen Vorfällen der letzten Zeit zum Teil sehr kontrovers diskutiret wurde. Die FDP-Bundestagsfraktion hat hierzu ein Positionspapier vorgelegt.